
In vielen Schweizer KMU werden strategische Entscheide mit grosser Erfahrung und unternehmerischem Instinkt getroffen. Das ist keine Schwäche. Im Gegenteil: Unternehmerisches Gespür ist oft der Grund, warum ein Unternehmen erfolgreich geworden ist.
Doch mit zunehmender Komplexität reicht Intuition allein nicht mehr aus.
Wenn Märkte volatiler werden, Margen unter Druck geraten, regulatorische Anforderungen steigen und Investitionen sorgfältiger priorisiert werden müssen, verändert sich die Qualität von Entscheidungsprozessen. Erfahrung bleibt wichtig – aber sie muss durch belastbare Daten ergänzt werden.
Die zentrale Frage lautet deshalb: Treffen wir unsere Entscheidungen auf Basis von Fakten oder auf Basis von fragmentierten Informationen und Gefühl?
In der Praxis zeigt sich häufig ein ähnliches Bild. Das ERP liefert operative Daten. Die Finanzabteilung erstellt Auswertungen. Das Controlling konsolidiert Zahlen. Bereichsleiter führen eigene Excel-Listen. Für Verwaltungsratssitzungen werden Präsentationen manuell zusammengestellt.
Es existieren mehrere Versionen derselben Kennzahl. Umsatzzahlen unterscheiden sich je nach Auswertung leicht. Deckungsbeiträge werden unterschiedlich berechnet. Forecasts werden manuell angepasst. Daten werden exportiert, bereinigt, wieder importiert.
Formal betrachtet funktioniert das Reporting. Faktisch fehlt jedoch eine zentrale, verlässliche Datenbasis – eine echte Single Source of Truth.
Die Folge ist nicht sofort sichtbar. Entscheidungen werden getroffen, Budgets verabschiedet, Strategien diskutiert. Doch die Zeit bis zur Verfügbarkeit belastbarer Reports ist lang. Oft vergehen Tage oder sogar Wochen, bis konsolidierte Zahlen vorliegen. Ein erheblicher Anteil der Berichte wird manuell zusammengeführt. Und die Frage, ob alle Beteiligten mit denselben Daten arbeiten, bleibt unbeantwortet.
Das Risiko liegt nicht in einzelnen Excel-Dateien. Das Risiko liegt in struktureller Intransparenz.
Management Reporting ist kein Nebenprodukt der Buchhaltung. Es ist ein zentrales Steuerungsinstrument.
Wenn Reporting mehrere Tage benötigt, um verfügbar zu sein, basiert die Unternehmensführung zwangsläufig auf verzögerten Informationen. Wenn ein hoher Anteil der Reports manuell konsolidiert wird, entsteht Abhängigkeit von einzelnen Personen. Wenn Daten inkonsistent sind, wird jede Diskussion über Kennzahlen zu einer Debatte über die Richtigkeit der Zahlen – statt über Inhalte und Massnahmen.
Die entscheidenden KPIs sind dabei klar definierbar. Wie viele Tage dauert es, bis ein Monatsreport vollständig verfügbar ist? Wie hoch ist der Anteil manuell konsolidierter Reports? Wie konsistent sind die zugrundeliegenden Daten über verschiedene Systeme hinweg?
Diese Kennzahlen zeigen, ob Transparenz strukturell verankert ist – oder nur situativ hergestellt wird.
Echte Transparenz entsteht nicht durch mehr Reports, sondern durch Klarheit in der Architektur.
Eine zentrale Datenbasis in Microsoft Dynamics 365 Business Central bildet die Grundlage. Wenn operative Prozesse durchgängig im ERP abgebildet sind, entstehen konsistente Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Umsätze, Kosten, Lagerbestände, offene Posten und Projektfortschritte basieren auf denselben Datensätzen.
In Kombination mit einer integrierten Power BI Architektur lassen sich diese Daten in Echtzeit visualisieren. Dashboards für Geschäftsleitung und Verwaltungsrat greifen direkt auf die Systemdaten zu. Manuelle Exporte entfallen. Versionierungsprobleme verschwinden. Diskussionen verschieben sich von „Welche Zahl stimmt?“ zu „Welche Massnahme leiten wir daraus ab?“
Entscheidend ist jedoch, dass Reporting nicht technisch gedacht wird, sondern konzeptionell.
Ein wirkungsvolles Reporting entsteht nicht durch spontane Dashboard-Erstellung. Es beginnt mit einem strukturierten Designprozess.
Der Blueprint-Ansatz definiert zunächst die Steuerungslogik, bevor technische Umsetzung beginnt. KPIs werden klar definiert, Berechnungslogiken standardisiert, Verantwortlichkeiten festgelegt. Erst danach erfolgt die Abbildung in Business Central und Power BI.
Dieser Ansatz stellt sicher, dass Reporting nicht zu einer Ansammlung schöner Visualisierungen wird, sondern zu einem echten Führungsinstrument.
In diesem Kontext positioniert sich redPoint bewusst anders. Es geht nicht darum, ein ERP-System zu installieren oder ein Dashboard bereitzustellen. Es geht darum, gemeinsam mit der Geschäftsleitung ein belastbares Management Reporting aufzubauen.
Als Implementierungspartner von Microsoft Dynamics 365 Business Central verfügt redPoint über die technische Expertise. Doch der Mehrwert entsteht in der Verbindung von Prozessverständnis, KPI-Definition und Reporting-Architektur.
Die Rolle verschiebt sich vom Software-Implementierer zum Sparringspartner für unternehmerische Steuerung. Das Ziel ist eine transparente, konsistente und in Echtzeit verfügbare Datenbasis, auf der strategische Entscheidungen fundiert getroffen werden können.
Transparenz in Echtzeit bedeutet nicht, dass jede Entscheidung rein datengetrieben sein muss. Unternehmerisches Gespür bleibt unverzichtbar. Doch es sollte auf einer stabilen Faktenbasis aufbauen.
Wenn Reporting innerhalb von Minuten verfügbar ist, wenn Daten konsistent sind und wenn Dashboards klar definierte KPIs abbilden, verändert sich die Qualität von Diskussionen in der Geschäftsleitung. Entscheidungen werden schneller, strukturierter und nachvollziehbarer.
Die Leitfrage bleibt dabei einfach, aber fundamental: Treffen wir unsere Entscheidungen auf Basis von Fakten – oder auf Basis von Gefühl?
Unternehmen, die ihre Datenarchitektur modernisieren und Reporting strategisch denken, schaffen sich einen strukturellen Vorteil. Sie reagieren schneller auf Marktveränderungen, erkennen Abweichungen frühzeitig und erhöhen die Steuerungsfähigkeit des gesamten Unternehmens.
Transparenz ist kein Selbstzweck. Sie ist die Grundlage unternehmerischer Handlungsfähigkeit in einer zunehmend komplexen Welt.

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