Sechs Hauptgründe für ein Scheitern von ERP-Projekten

Wann ist ein ERP-Projekt gescheitert? Laut PROSCI, dem weltweit führenden Unternehmen für Change-Management-Strategien, bedeutet Scheitern, dass man seine Ziele nicht erreicht, dass man etwas nicht beachtet oder dass man nicht mehr richtig arbeiten kann. Wir alle wissen inzwischen, dass in modernen Projekten der menschliche Faktor immer wichtiger für Erfolg und Misserfolg ist als rein technische Aspekte. Im Folgenden analysieren wird sechs Hauptgründe für das Scheitern von ERP-Projekten im Hinblick auf das organisatorische Change-Management.

1. Projekt wird nicht (ausreichend) definiert

Jedes Projekt muss mit der Frage nach dem „Warum“ beginnen. Manchmal nimmt dieser Aspekt einiges an Zeit in Anspruch, dieser Aufwand lohnt sich aber unbedingt. Überlegen Sie sich die Antworten auf die Fragen: Warum tun wir das? Und: Warum tun wir es jetzt? Und: Was passiert, wenn wir es nicht tun? Wir müssen uns zu diesen Fragen absolute Klarheit schaffen und uns wie ein Laser darauf konzentrieren.

2. Mangelnde Führung

ERP-Projekte werden immer noch häufig als reine IT-Projekte angesehen. Und werden daher an die IT-Abteilung delegiert. Aber das ist nicht richtig! Die ERP-Projekte von heute sind Projekte, die das ganze Unternehmen betreffen. Für den Projekterfolg braucht man einen starken Sponsor in der Unternehmensführung, der proaktiv und sichtbar ist, eine Allianz bildet und kommuniziert. Eine ERP-Entscheidung darf man niemals als reines IT-Projekt betrachten.

3. Ineffiziente Kommunikation

Wie überall ist auch hier die Kommunikation der Schlüssel zu einem erfolgreichen Change-Management. Der Hauptunterschied zwischen einer normalen Kommunikation für ein technisches Projekt und der Kommunikation im Zusammenhang mit Change-Management besteht darin, dass Sie zunächst eine Zielgruppe ermitteln müssen, bevor Sie Ihre Botschaft formulieren. Organisatorischer Wandel ist die Summe der individuellen Entscheidungen einzelner Teammitglieder, sich auf Veränderung einzulassen, sie anzunehmen und zu nutzen. Oder auch nicht.

4. Fehlende Innovationskultur

Wenn es in Ihrem Unternehmen keine Innovationskultur gibt, wird es schwierig sein, die Vorteile von Digitalisierungsfortschritten zu nutzen. „Das haben wir schon immer so gemacht“ ist eine Vollbremsung für jede Innovation oder disruptive Strategie. Hier ist das richtige vorbildliche Verhalten Ihrer Führungskräfte von entscheidender Bedeutung!


5. Mangelnde Beteiligung der Arbeitnehmer

Wenn Ihre Mitarbeiter in Ihrer Digitalisierungsinitiative nicht wirklich eingebunden sind, wird es schwierig sein, die Vorteile von Digitalisierungsfortschritten zu nutzen. Das ist tatsächlich der Knackpunkt für jedes Projekt dieser Art. Wenn die Endnutzer den Sinn Ihres Projekts nicht verstehen und das neue System nicht akzeptieren, findet die beabsichtigte Geschäftsoptimierung einfach nicht statt. Daran lässt sich nicht rütteln.

6. Lösungen für das falsche Problem

Manchmal denken Unternehmen, dass sie daran arbeiten, ein Problem zu lösen. Nur stellt sich irgendwann heraus, dass sie das falsche Problem angehen. Von welchem Problem berichten die Menschen an der Front Ihrer Organisation? Für was brauchen sie eine Lösung? Und welche Vorteile können Sie erwarten, wenn dieses Problem gelöst ist?

Fazit: Wenn Sie einen echten Projekterfolg anstreben, müssen Sie sich Ihr Team und Ihr gesamtes Management unbedingt gründlich auf diese Aspekte vorbereiten, bevor Sie mit der Auswahl von Software-Lösungen beginnen.

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Autor Head Marketing, Business Development und Innovation bei redPoint AG

Michael Bechen (Kunz)

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