
Bis zum Jahr 2030 steht in fast 168’000 Schweizer KMU eine Eigentumsübergabe an. [1] Das ist keine ferne Zukunftsmusik, das ist die unmittelbare Realität der nächsten Jahre. Und die Zahlen der UBS-Nachfolgestudie 2026 sind alarmierend: Von diesen 168’000 anstehenden Nachfolgen lassen sich voraussichtlich nur rund 109’000 effektiv vollziehen. [1]
Das bedeutet im Umkehrschluss: Fast 59’000 KMU-Übergaben könnten scheitern. [1] Warum? Weil viele Unternehmen schlichtweg nicht übergabefähig sind. Und ein Hauptgrund dafür liegt tief in den Strukturen, Prozessen und Systemen dieser Firmen verborgen.
Versetzen Sie sich in die Lage eines potenziellen Käufers oder Nachfolgers. Sie analysieren ein kerngesundes, profitables KMU. Die Produkte sind gut, die Kunden treu. Doch dann schauen Sie unter die Motorhaube:
Würden Sie dieses Unternehmen kaufen? Wahrscheinlich nicht. Oder nur mit einem massiven Risikoabschlag. Denn Sie kaufen kein funktionierendes System, Sie kaufen ein fragiles Netzwerk aus historisch gewachsenen Gewohnheiten und Kopfmonopolen.
Hier schliesst sich der Kreis zur Business Software. Ein modernes ERP-System wie Microsoft Dynamics 365 Business Central ist weit mehr als ein IT-Tool. Es ist das Instrument, mit dem Sie Personenwissen in Unternehmenswissen transformieren.
Wenn Kernprozesse im ERP standardisiert abgebildet sind, entsteht ein impliziter Wissensspeicher. Der Ablauf eines Auftrags, die Logik einer Preisfindung, die Genehmigung eines Einkaufs – all das ist nicht mehr nur Erfahrung, sondern im System definiert.
Das System speichert Logik. Es definiert Rollen, nicht Personen.
In vielen KMU herrscht die Kultur, dass Unersetzbarkeit ein Qualitätsmerkmal ist. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn Ihr Unternehmen nur funktioniert, weil bestimmte Personen an Bord sind, haben Sie ein strukturelles Problem.
Das zeigt sich nicht erst bei der Unternehmensnachfolge, sondern schon heute:
Die Unternehmensnachfolge beginnt nicht beim Notar. Sie beginnt im Maschinenraum Ihres Unternehmens.
Ein ERP-Projekt ist oft der beste – und manchmal der einzige – Vorwand, um radikal aufzuräumen. Es zwingt Sie dazu, «stille Ausnahmen» zu hinterfragen, Prozesse zu standardisieren und Verantwortung vom Kopf einzelner Mitarbeiter ins System zu verlagern.
Wer diesen Schritt geht, baut nicht nur ein effizienteres Unternehmen für das Hier und Jetzt. Er baut ein Unternehmen, das seinen Wert behält, auch wenn der heutige Chef morgen nicht mehr da ist.
Referenzen:[1] UBS Nachfolgestudie 2026, Center for Family Business (CFB-HSG) / UBS, 2026.
[2] NZZ-KMU-Barometer 2026, Ergebnisbericht (Zitation der AXA-Studie), Kalaidos Fachhochschule / NZZ, Juni 2026.

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